10 Dinge, die du an der Amalfiküste unbedingt tun solltest
Die Amalfiküste gehört zu den bekanntesten Reisezielen Italiens. Mit den Bildern von bunten Häusern, die sich an steile Klippen schmiegen, kleinen Fischerdörfern, spektakulären Küstenstraßen und natürlich den riesigen Amalfi-Zitronen dürfen die meisten vertraut sein. Die Amalfiküste ist nicht nur wunderschön, sondern überrascht auch mit ihrer Vielfalt. Zwischen kleinen Küstenorten, beeindruckenden Wanderungen, gutem Essen und jeder Menge Zitronen gibt es sehr viel zu entdecken. In diesem Beitrag verrate ich dir 10 Dinge, die du an der Amalfiküste unbedingt tun solltest.
1. Zitronen, Zitronen, Zitronen
Wenn es eine Frucht gibt, die untrennbar mit der Amalfiküste verbunden ist, dann ist es die Zitrone. Genauer gesagt: Die Sfusato Amalfitano. Sie ist deutlich größer als die Zitronen, die wir aus dem Supermarkt kennen, besitzt eine dicke Schale und ein unglaublich intensives Aroma.
Natürlich gehört ein Glas Limoncello dazu. Aber damit fängt die Liste eigentlich erst an. Fast überall bekommst du Spaghetti al Limone, Zitronensorbet, Zitronentiramisu, Granita al Limone, Zitronenkuchen oder Marmeladen aus den regionalen Zitronen. Selbst Zitronenbier findet man in vielen Restaurants und Bars. Es erinnert zwar auf den ersten Blick an ein Radler, schmeckt aber deutlich intensiver und frischer. Die Amalfi-Zitrone wird aber auch gerne pur gegessen, mitsamt der Schale. Gerade die dicke Schale besitzt ein unglaublich intensives Aroma und ist deutlich milder, als man zunächst erwarten würde.
Ich habe während unseres Aufenthalts wahrscheinlich mehr Zitronen gegessen als in den zehn Jahren davor zusammen. Wenn du an der Amalfiküste bist, dann nutze die Gelegenheit und probiere unbedingt alles, was irgendwie mit Zitronen zu tun hat. Bei den typischen Souvenirs lautet das Motto übrigens auch: Everything Al Limone!
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2. Die berühmte Küstenstraße Amalfitana SS163 entlangfahren
Die Strada Statale 163 Amalfitana zählt zu den schönsten Küstenstraßen Europas. Die Straßen verlaufen direkt an den steilen Klippen entlang und bestehen gefühlt nur aus Serpentinen.
Die Aussicht ist zwar spektakulär, doch für empfindliche Mägen kann die Busfahrt schnell zur Herausforderung werden. Mir wurde auf einigen Fahrten ehrlich gesagt ziemlich flau im Magen. Eines ist allerdings sicher: Diese Fahrt ist ein Erlebnis. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
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3. Mit dem Taxiboot die Amalfiküste entdecken
Natürlich kannst du fast alle Orte entlang der Amalfiküste auch mit dem Bus erreichen. Aus den oben aufgeführten Gründen würde ich dir aber empfehlen, so oft wie möglich auf das Boot umzusteigen. Die Fahrt mit dem Taxiboot ist deutlich entspannter. Zusätzlich wirkt die gesamte Küste vom Wasser aus noch einmal ganz anders. Plötzlich sieht man, wie sich die bunten Häuser an die Felsen schmiegen, entdeckt kleine Buchten, versteckte Strände und Orte, die von der Straße aus kaum zu erkennen sind.
Besonders praktisch ist dabei, dass sich viele Küstenorte unkompliziert miteinander verbinden lassen. Amalfi, Maiori, Minori, Atrani oder Positano lassen sich ganz bequem und relativ günstig auf dem Wasserweg erreichen. Die Preise variieren je nach Strecke und Anbieter, bewegen sich für einzelne Fahrten aber meist im Bereich von etwa 10 bis 20 Euro.


4. Eine familiengeführte Zitronenfarm besuchen
Während unseres Aufenthalts haben wir eine kleine familiengeführte Zitronenfarm direkt in Amalfi besucht. Und rückblickend war das eines meiner absoluten Highlights der gesamten Reise.
Statt einer schnellen Führung nahm der Besitzer sich Zeit, erzählte von seiner Arbeit, beantwortete Fragen und gab persönliche Einblicke in das Leben seiner Familie. Gemeinsam spazierten wir durch die Zitronenhaine und lernten, wie die berühmten Amalfi-Zitronen angebaut werden, warum sie so besonders sind und wie viel Arbeit tatsächlich hinter jeder einzelnen Frucht steckt. Schnell merkt man, dass hier nicht einfach nur Zitronen wachsen, sondern dass mehrere Generationen ihr Leben dieser Farm gewidmet haben.
Natürlich darf auch probiert werden. Bei unserem Besuch gab es unter anderem Espresso mit frisch geriebenem Zitronenschalenabrieb, gefrorene gezuckerte Zitronenscheiben, hausgemachte Spaghetti al Limone, Zitronenkuchen und selbstverständlich den selbst hergestellten Limoncello. Das gemeinsame Essen wurde auf einer wunderschönen Terrasse mit Blick über die Zitronenhaine serviert.
Mit rund 70 Euro pro Person war der Besuch damals sicherlich kein Schnäppchen. Mittlerweile dürfte der Preis sogar noch etwas höher liegen. Trotzdem würde ich ihn jederzeit wieder buchen.
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5. Den Sentiero degli Dei wandern
Der Sentiero degli Dei, also der „Weg der Götter“, gehört wohl zu den bekanntesten Wanderungen an der Amalfiküste. Schon der Name klingt vielversprechend und spätestens während der Wanderung versteht man, warum diese Route so beliebt ist. Die klassische Strecke führt von Bomerano (Agerola) über Nocelle oberhalb von Positano entlang der Küste. Dabei liegen die spektakulären Ausblicke auf das Meer immer direkt vor einem. Die Wanderung selbst ist technisch nicht besonders schwierig, unterschätzen sollte man sie trotzdem nicht. Gerade bei warmem Wetter können die teilweise steinigen Wege anstrengend werden. Der Sentiero degli Dei gehört für mich zu den beeindruckendsten Wanderwegen, die ich bisher gelaufen bin.

6. Originalen Limoncello aus Amalfi probieren
Limoncello gehört zur Amalfiküste wie die Pizza zu Neapel. Fast überall findest du kleine Geschäfte, Restaurants oder Familienbetriebe, die ihren eigenen Zitronenlikör anbieten. Viele kleinere Produzenten stellen ihren Limoncello noch immer nach traditionellen Familienrezepten her und verwenden dafür ausschließlich die Schalen der berühmten Amalfi-Zitronen. Und den Unterschied schmeckt man! Serviert wird er traditionell eiskalt und häufig nach dem Essen.
7. Die schönsten Küstenorte der Amalfiküste entdecken
Jeder Ort an der Amalfiküste hat seinen ganz eigenen Charakter. Du solltest je nach Dauer des Aufenthalts möglichst viele davon entdecken. Amalfi bildet für viele das Herz der Küste. Rund um den imposanten Dom, die kleinen Gassen und den Hafen herrscht fast den ganzen Tag über reges Treiben. Hier kannst du wunderbar durch kleine Geschäfte schlendern, regionale Spezialitäten probieren oder einfach einen Espresso auf einer der zahlreichen Terrassen genießen.
Positano ist wahrscheinlich der bekannteste Ort der Region. Die bunten Häuser, die sich den Hang hinaufziehen, sind weltberühmt und sehen tatsächlich genauso beeindruckend aus wie auf den bekannten Postkarten.
Etwas ruhiger geht es in Maiori und Minori zu. Hier fühlt sich alles etwas entspannter an und man bekommt schnell das Gefühl, näher am Alltag der Einheimischen zu sein.
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8. Einen Sonnenuntergang über dem Meer erleben
Die Amalfiküste ist tagsüber atemberaubend schön. Doch sobald sich die Sonne langsam dem Horizont nähert, verändert sich die Landschaft noch einmal komplett. Das warme Licht taucht die Felsen, die kleinen Häuser und das Meer in goldene und orangefarbene Töne. Alles wirkt plötzlich deutlich ruhiger.
Such dir am Abend einfach einen schönen Aussichtspunkt, setz dich auf eine Mauer oder eine Bank und nimm dir bewusst ein bisschen Zeit. Spüre die kühle Meeresbrise, hör den Wellen zu und schau dabei zu, wie die Sonne langsam hinter den Bergen am Horizont verschwindet. Nach einem Tag voller Wanderungen und Erkundungstouren fühlt sich dieser Moment wie eine wohlverdiente Pause an.

9. Einen Tag am Strand verbringen
Auch wenn die Amalfiküste für ihre spektakulären Orte und Wanderungen bekannt ist, solltest du dir unbedingt einen Tag gönnen, an dem einfach gar nichts auf dem Programm steht. Pack dir morgens ein gutes Buch ein, hol dir unterwegs noch ein Panino oder ein Eis und verbringe ein paar entspannte Stunden am Meer.
Entlang der Küste gibt es zahlreiche schöne Strände. Besonders bekannt sind der Spiaggia Grande in Positano, der Strand von Amalfi oder der lange Kiesstrand in Maiori, der zu den größten der gesamten Amalfiküste gehört. Wer es etwas ruhiger mag, findet rund um Minori oder Atrani ebenfalls schöne Möglichkeiten für eine kleine Pause am Meer. Wundere dich allerdings nicht darüber, dass viele Strandabschnitte kostenpflichtig sind.
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10. Einen Tagesausflug nach Pompeji einplanen
Wenn du mehrere Tage an der Amalfiküste verbringst, solltest du unbedingt einen Abstecher nach Pompeji einplanen. Die antike Stadt liegt nur etwa eine Stunde entfernt und gehört für mich zu den beeindruckendsten Orten, die ich bisher besucht habe.
Pompeji wurde beim Ausbruch des Vesuvs unter einer mehrere Meter dicken Schicht aus Asche und Bimsstein begraben. Diese Ascheschicht konservierte große Teile der Stadt über fast 2.000 Jahre hinweg. Heute läuft man dort durch Straßen, in denen tatsächlich schon die Römer unterwegs waren. Man entdeckt Wohnhäuser, Tempel, Bäckereien, Werkstätten und Thermen und bekommt einen Eindruck davon, wie das Leben damals ausgesehen haben muss.
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