Florenz – 10 Dinge, die du in der Kunstmetropole unbedingt tun solltest
Inhaltsverzeichnis
- 1. Den Dom Santa Maria del Fiore bewundern
- 2. Das beste Gelato der Stadt genießen
- 3. Den Uffizien einen Besuch abstatten
- 4. Über die Ponte Vecchio schlendern
- 5. Michelangelos David in der Galleria dell’Accademia bewundern
- 6. Den Palazzo Pitti und die Boboli-Gärten besuchen
- 7. Sich in den Bardini-Gärten eine Auszeit gönnen
- 8. Florentinische Spezialitäten entdecken
- 9. Den Sonnenuntergang auf der Piazzale Michelangelo bewundern
- 10. Durch die Stadt schlendern und Kunst unter freiem Himmel entdecken.
- 11. Mein Fazit: Lohnt sich ein Besuch in Florenz?
Florenz gilt als Wiege der Renaissance. Hier arbeiteten Künstler wie Michelangelo, Leonardo da Vinci, Botticelli und Donatello. Im Laufe der Jahrhunderte machte die Medici-Familie die Stadt zu einem Zentrum für Kunst, Architektur und Wissenschaft. Vieles von dem, was wir heute mit der europäischen Kunstgeschichte verbinden, findet hier seinen Ursprung. Es ist also keine Überraschung, dass sich die Stadt wie ein wahres Freilichtmuseum anfühlt. Manchmal fühlt es sich sogar so an, als würde man mitten durch ein Kunstwerk spazieren. Gerade wenn man eine Leidenschaft für Kunst und Geschichte hat, wird man hier immer wieder in Staunen versetzt. In diesem Blogbeitrag zeige ich dir 10 Dinge, die du in Florenz auf keinen Fall verpassen solltest.
Den Dom Santa Maria del Fiore bewundern
Es gibt nur sehr wenige Gebäude, die mich auf den ersten Blick wirklich sprachlos gemacht haben. Der Dom von Florenz gehört definitiv dazu. Ich wusste von Fotos, wie die berühmte Kuppel aussah, und kannte auch ihre dreifarbige Außenverkleidung aus weißem Carrara-Marmor, grünem Prato-Marmor und rotem Siena-Marmor. Aber nichts kann einen darauf vorbereiten, wie gewaltig dieses Bauwerk tatsächlich wirkt, wenn man plötzlich direkt davor steht. Ich hatte tatsächlich dieses Gefühl, leicht is Taumeln zu geraten. Man fühlt sich einfach winzig.
Die kunstvoll verzierte Marmorfassade mit ihren geometrischen Mustern springt einem sofort ins Auge. Über ihr thront Brunelleschis legendäre Cupola, die heute als eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance gilt. Filippo Brunelleschi entwickelte für diese Kuppel eine völlig neue Bauweise, bei der eine doppelte Kuppelschale zum Einsatz kommt, und schuf damit ein technisches Meisterwerk.
Natürlich kann man auch auf die Kuppel oder den benachbarten Campanile di Giotto (Glockenturm) hinaufsteigen. Die Aussicht soll spektakulär sein, und die vielen Stufen sind die Mühe auf jeden Fall wert. Leider musste ich aufgrund meiner Angst vor engen Räumen darauf verzichten. Aber ehrlich gesagt hat mich schon der Anblick von unten völlig in seinen Bann gezogen. Ich hätte stundenlang einfach auf dem Platz sitzen und dieses Bauwerk bei einem leckeren Glas Wein bewundern können. Es gibt nicht viele Gebäude, die so monumental und zugleich so filigran wirken. Der Eintritt in den Dom ist zwar kostenlos, jedoch ist die Wartezeit hier meist sehr hoch, da sich dort oft sehr lange Warteschlangen bilden. Tickets zu Brunelleschis Kuppel und dem Glockenturm kannst du online über die offizielle Plattform tickets.duomo.firenze.it/en kaufen.

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Das beste Gelato der Stadt genießen
Eines solltest du für deinen Aufenthalt unbedingt mitbringen: Appetit auf Eis. Natürlich gibt es in Florenz unzählige Gelaterias, darunter sicherlich auch unzählige mit unglaublich leckerem Gelato. Mein Favorit ist ganz klar die Gelateria La Carraia. Dort habe ich das beste Eis meines Lebens gegessen! Und das ist keine Übertreibung.
Wenn ihr zufällig dort vorbeikommt, probiert unbedingt die Sorte Weiße Schokolade mit Pistazie. An dieses Eis denke ich immer noch sehr oft. Cremig, vollmundig und genau die richtige Balance zwischen süß und nussig. Ich hätte während unseres Aufenthalts wahrscheinlich ohne Probleme jeden Tag dorthin gehen können. Am liebsten spätabends, nach dem Abendessen, bei einem nächtlichen Verdauungsspaziergang.
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Den Uffizien einen Besuch abstatten
Die Uffizien gehören zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Sie beherbergen Meisterwerke von Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Tizian und Caravaggio. Natürlich war ich unter anderem sehr gespannt auf Botticellis Geburt der Venus, Botticellis Primavera, Michelangelos Tondo Doni oder Die Verkündigug von Leonardo da Vinci. Dieses Gemälde ist wahrscheinlich eines der berühmtesten Werke aller Zeiten. Im Original wirkt es noch beeindruckender.
Für manche mag das seltsam klingen, aber der Besuch dieses Museums war für mich die Erfüllung eines kleinen Kindheitstraums. Viele der Gemälde kannte ich schon seit meiner Kindheit aus Büchern, dem Kunstunterricht und später dann noch besser aus meinem Studium. Sie mit eigenen Augen zu sehen, ist immer wieder eine ganz andere Erfahrung. Man bemerkt plötzlich winzige Details, Pinselstriche, Farbschichten und die unglaubliche Präzision, mit der diese Werke geschaffen wurden.
Die Uffizien sind sehr groß, daher solltest du dir ausreichend Zeit einplanen, wenn du wirklich alles sehen möchtest. Du solltest deine Eintrittskarten unbedingt einige Wochen vor deinem Besuch online kaufen über die offizielle Plattform tickets.uffizi.it. Vor allem in der Hochsaison sind die Zeitfenster oft schnell ausverkauft.

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Über die Ponte Vecchio schlendern
Wenn man an Florenz denkt, ist die Ponte Vecchio wahrscheinlich eines der ersten Bilder, die einem in den Sinn kommen. Die berühmte Brücke mit ihren dicht aneinander gereihten kleinen Häuschen sieht fast so aus, als stamme sie direkt aus einem Märchen. Doch sie ist viel mehr als nur ein schönes Fotomotiv.
Die Ponte Vecchio ist die älteste Brücke der Stadt und blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Ursprünglich arbeiteten hier Metzger und Gerber. Erst im 16. Jahrhundert ließ die Familie Medici sie durch Goldschmiede ersetzen, da deren Geruch wesentlich angenehmer war. Bis heute gibt es dort zahlreiche Juweliere und Goldschmiede, die der Brücke ihren ganz besonderen Charakter verleihen.
Allerdings solltest du deinen Spaziergang über die Brücke früh am Morgen einplanen. Tagsüber wird es dort sehr voll.


Michelangelos David in der Galleria dell’Accademia bewundern
Auf Fotos sieht er beeindruckend aus. In echt verschlägt Michelangelos David einem aber erst einmal die Sprache. Nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen der unglaublichen Perfektion, mit der Michelangelo jeden Muskel, jede Sehne und jede Ader aus dem Marmor gemeißelt hat.
Michelangelo schuf den David aus einem massiven Marmorblock, den andere Bildhauer zuvor als unbrauchbar erachtet hatten. Ursprünglich war die Statue sogar für den Dom vorgesehen. Stattdessen wurde sie später zum Symbol der Republik Florenz. Der David wird hier nicht nach seinem Sieg über Goliath dargestellt, sondern kurz davor. Die Schleuder ist bereits gespannt, doch der Riemen ruht noch auf seiner Schulter. Die leicht angespannte Haltung, der konzentrierte Blick und der klassische Kontrapost erzeugen ein erstaunliches Gefühl von Dynamik, obwohl die Figur völlig still steht. Gerade diese Spannung zwischen Stille und bevorstehender Bewegung fasziniert Kunsthistoriker bis heute.
Auch hier gilt: Tickets möglichst früh online buchen. Die Galleria dell’Accademia ist recht klein und schnell ausgebucht. Selbst wenn man normalerweise nicht zu den Menschen gehört, die stundenlang in Museen verbringen, würde ich diesen Besuch dennoch wärmstens empfehlen. Der David ist eines dieser Kunstwerke, die man mindestens einmal im Leben mit eigenen Augen gesehen haben sollte.
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Den Palazzo Pitti und die Boboli-Gärten besuchen
Dieser gewaltige Renaissance-Palast war ursprünglich der Sitz der wohlhabenden Familie Pitti und ging später in den Besitz der Medici über. Heute beherbergt er mehrere Museen, darunter prächtige Prunksäle, beeindruckende Kunstsammlungen sowie Ausstellungen zur Geschichte der Mode und des Designs. Schon das Gebäude allein vermittelt einen Eindruck vom Reichtum und politischen Einfluss, über den die Medici damals verfügten.
Ebenso schön fand ich auch den Boboli-Garten hinter dem Palast. Mit seinen Springbrunnen, Skulpturen, Zypressen und langen Alleen ist er ein wunderbarer Ort für einen gemütlichen Spaziergang, fernab vom Trubel der Innenstadt. Der Garten gilt als Vorbild für viele spätere europäische Schlossgärten und verbindet Kunst und Natur auf eine Weise, die perfekt zu Florenz passt. Von dort aus hat man zudem einen herrlichen Blick auf die gesamte Stadt.


Sich in den Bardini-Gärten eine Auszeit gönnen
Wenn du ein wenig Ruhe suchst oder einfach nur für eine Weile dem Trubel der Innenstadt entfliehen möchtest, dann sind die Bardini-Gärten genau das Richtige für dich. Sie liegen nur wenige Gehminuten vom Palazzo Pitti entfernt und sind im Vergleich zu den berühmten Boboli-Gärten deutlich weniger besucht. Genau das verleiht ihnen ihren besonderen Charme.
Zwischen alten Bäumen, blühenden Pflanzen, steinernen Treppen und Terassen mit herrlichem Ausblick kann man hier wunderbar spazieren gehen und einfach mal tief durchatmen. Während im historischen Zentrum oft viel los ist, hat man hier fast das Gefühl, dass die Zeit stehen bleibt. Besonders schön ist der Glyzinientunnel, der zwischen Mitte April und Anfang Mai blüht.
Mein persönliches Highlight war aber der Panoramablick auf Florenz. Von den Bardini-Gärten aus hat man einen traumhaften Blick auf die Dächer der Stadt und natürlich auf die beeindruckende Kuppel von Santa Maria del Fiore. Meiner Meinung nach ist das einer der schönsten Aussichtspunkte in ganz Florenz. Wenn ihr bereits ein Kombiticket für den Palazzo Pitti gekauft habt, sollte der Eintritt zu den Bardini-Gärten bereits enthalten sein. Es lohnt sich also, das vor eurem Besuch kurz zu überprüfen.
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Florentinische Spezialitäten entdecken
Florenz hat kulinarisch unfassbar viel zu bieten. Das berühmteste Gericht ist natürlich die Bistecca alla Fiorentina. Dieses riesige T-Bone-Steak vom Chianina-Rind wird traditionell sehr dick geschnitten und meist nur kurz gegrillt, sodass es innen schön rosa bleibt. Es ist definitiv nichts für Leute mit kleinem Appetit, aber für viele ist es bei einem Besuch in Florenz einfach ein Muss.
Auch Vegetarier müssen sich hier natürlich keine Sorgen machen, denn die toskanische Küche bietet auch viele traditionelle fleischlose Gerichte. Sehr zu empfehlen sind die Ribollita, ein herzhafter Gemüseeintopf mit Bohnen und Brot, sowie die Pappa al Pomodoro, eine wunderbar cremige Tomaten-Brotsuppe. Außerdem findet man überall Schiacciata, das typische toskanische Fladenbrot, das sich perfekt für einen schnellen Snack für unterwegs eignet.
Wenn ihr während eures Aufenthalts auf Stadterkundungstour seid und ein schnelles Mittagessen für unterwegs sucht, solltet ihr unbedingt bei All’Antico Vinaio vorbeischauen. All’Antico Vinaio begann ursprünglich als kleiner Familienbetrieb in der Via dei Neri und ist mittlerweile so berühmt geworden, dass es Filialen in Rom, Mailand, Bari, Turin, Neapel, Paris, London und sogar New York gibt. Dennoch pilgern die Menschen weiterhin zum ersten Standort in Florenz. Ich würde allein schon wegen dieses Sandwichs eine Reise nach Florenz planen.
Falls du Trüffel magst, wirst du diesen Ort lieben. Die cremigen Trüffelaufstriche, Pecorino, Prosciutto, Mortadella, gegrilltes Gemüse und das knusprige toskanische Brot sind eine gefährlich köstliche Kombination. Gegen Mittag wird die Schlange richtig lang, daher solltest du ziemlich früh dort sein. Hol dir dein Sandwich, such dir ein Plätzchen am Arno oder auf einer kleinen Piazza und tu genau das, was meiner Meinung nach das Beste an Florenz ist: Lass einfach Kunst, Geschichte und gutes Essen miteinander verschmelzen.
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Den Sonnenuntergang auf der Piazzale Michelangelo bewundern
Gibt es etwas Schöneres, als einen herrlichen Sonnenuntergang mit herrlicher Aussicht zu genießen? Wenn auch du solche Momente liebst und es dir nicht entgehen lassen möchtest, während deines Aufenthalts in Florenz einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bewundern, ist die Piazzale Michelangelo der perfekte Ort dafür.
Der kurze Aufstieg lohnt sich in jeder Hinsicht. Sobald man oben angekommen ist, breitet sich Florenz wie ein Gemälde vor einem aus. Die roten Dächer, die geschwungene Linie des Arno und genau in der Mitte die gewaltige Kuppel von Santa Maria del Fiore. Besonders kurz vor Sonnenuntergang taucht das warme Licht die gesamte Stadt in goldene Farbtöne.

Durch die Stadt schlendern und Kunst unter freiem Himmel entdecken.
Das Tollste an Florenz ist, dass das Erkunden und Bewundern von Kunst nicht hinter den Museumstüren endet. Ein perfektes Beispiel dafür ist die Piazza della Signoria. Unter der Loggia dei Lanzi findest du dort beeindruckende Skulpturen, die du ganz ohne Eintritt bewundern kannst. Dort kannst du unter anderem Cellinis berühmten Perseus mit dem Kopf der Medusa und Giambolognas Die Entführung der Sabinerinnen bewundern. Direkt daneben befindet sich die berühmte David-Kopie an ihrem ursprünglichen Standort sowie der imposante Neptunbrunnen.
Spaziere durch die engen Gassen und lass dich treiben. Florenz hält hinter jeder Ecke eine Überraschung für dich bereit, sei es in Form von kleinen Innenhöfen, kunstvoll verzierten Fassaden, historischen Palazzi oder wunderschönen Kirchen, die in jeder anderen Stadt wahrscheinlich zu den Hauptattraktionen zählen würden. Selbst wenn du dich nicht besonders für Kunst interessierst, wird es dir schwerfallen, nicht immer wieder anzuhalten, um alles zu bewundern.
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Mein Fazit: Lohnt sich ein Besuch in Florenz?
Wenn du eine Reise nach Florenz planst oder dich noch fragst, ob sich ein Besuch der Stadt lohnt, lautet meine Antwort ganz klar: Ja. Als Wiege der Renaissance besitzt Florenz eine außergewöhnliche Dichte an Kunst und Architektur. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, und wohin man auch schaut, stößt man auf Spuren der großen Künstler und Denker, die unsere Kultur bis heute prägen. Für Kunstliebhaber kann die Stadt fast überwältigend sein, im besten Sinne des Wortes. Lass dich einfach treiben, nimm dir einen Moment Zeit, und lass alles auf dich wirken.
Bring auf jeden Fall auch großen Appetit mit, denn in dieser Hinsicht hat die Stadt mehr zu bieten, als du dir überhaupt vorstellen kannst. Allein schon wegen des Essens würde ich jederzeit wieder nach Florenz reisen. Für mich ist Florenz eine dieser Städte, die man einfach erlebt haben muss.
Länger unterwegs? Entdecke weitere Dinge, die du in Italien auf gar keinen Fall verpassen solltest.
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