Lama Monachile Bucht Strand in Polignano a Mare, Apulien Italien.
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Polignano a Mare: Lohnt sich ein Tagesauflug?

Eine alte Legende besagt, dass sich einst ein Stück der griechischen Küste löste und mit der apulischen Küste vereinigte. So soll der Legende nach das kleine italienische Küstenörtchen Polignano a Mare entstanden sein. Ob das wirklich stimmt, sei einmal dahingestellt. Polignano a Mare blickt auf eine über 2.000 Jahre alte Geschichte zurück. Bereits die Römer wussten die spektakuläre Lage auf den Klippen zu schätzen. Das kleine Städtchen liegt rund 35 Kilometer südlich von Bari, der Hauptstadt von Apulien. In diesem Blogbeitrag erfährst du, ob ein Tagesausflug nach Polignano a Mare sich lohnt und was du dort auf keinen Fall verpassen solltest.

Gasse in der Altstadt von Polignano a Mare, Apulien, Italien.

Häuser gebaut auf Klippen in Polignano a Mare, Apulien, Italien.

Wie kommt man am besten hin?

Falls du in Bari bist und eine Tagestour nach Polignano a Mare planst, würde ich den Zug jederzeit dem Auto vorziehen. Die Regionalzüge fahren regelmäßig und bringen dich in kurzer Zeit direkt nach Polignano a Mare. Vom Bahnhof sind es anschließend nur wenige Minuten zu Fuß bis in die Altstadt. Viel unkomplizierter geht es eigentlich kaum. Man muss keinen Mietwagen organisieren, sich keine Gedanken über Parkplätze machen und kann ganz spontan entscheiden, ob man heute Lust auf einen Ausflug ans Meer hat.

Wenn du aber ohnehin mit dem Auto einen Roadtrip entlang der apulischen Küste machst, lohnt es sich natürlich, Polignano a Mare in diese Route einzubauen. Falls du mit dem Auto anreist, solltest du etwas Geduld mitbringen. Vor allem in den Sommermonaten und an Wochenenden sind Parkplätze schnell belegt. Rund um die Altstadt gibt es mehrere öffentliche Parkplätze. Die Stellplätze sind durch ein Farbsystem gekennzeichnet. Weiße Parkflächen sind in der Regel kostenlos, blaue kostenpflichtig und gelbe meist Anwohner*innen oder besonderen Berechtigungen vorbehalten. Die Parkgebühren bewegen sich je nach Parkplatz meist zwischen etwa 1 und 2 Euro pro Stunde. Ich würde trotzdem empfehlen, möglichst früh anzukommen oder direkt den Zug zu nehmen. Das erspart eine Menge Stress.

Häuser gebaut auf Klippen in Polignano a Mare, Apulien, Italien.

Wie viel Zeit sollte man für Polignano a Mare einplanen?

Ich würde dir empfehlen, für Polignano a Mare einen ganzen Tag einzuplanen. Obwohl das Örtchen recht klein ist und man selbst bei einem gemütlichen Spaziergang ziemlich schnell von einem Ende zum anderen kommt, ist es tausendmal schöner, den Ort ganz ohne Zeitdruck zu erkunden.

Am Vormittag kannst du zum Beispiel gemütlich durch die Altstadt schlendern, handgemachte Souvenirs entdecken oder einfach durch die kleinen Gassen treiben lassen. Mittags kannst du irgendwo einkehren, dir auf einer Terrasse einen Kaffee gönnen und das bunte Treiben beobachten oder eine Runde im Meer schwimmen gehen.

Falls du die Möglichkeit hast, bleib unbedingt bis zum Abend. Wenn die Sonne langsam tiefer steht und die warmen Farben auf die weißen Häuser und die Kalksteinfelsen treffen, entwickelt der Ort noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre. Nach dem Sonnenuntergang kannst du den Tag dann bei einem Abendessen in einem der vielen Restaurants in Ruhe ausklingen lassen.

Scogliera del Lungomare Modugno Aussichtspunkt, Polignano a Mare, Apulien, Italien.

 

Wann ist die beste Reisezeit für Polignano a Mare?

Polignano a Mare ist vor allem am Wochenende und während der Hauptsaison im Sommer sehr gut besucht. Immerhin gilt das Örtchen als eines der schönsten Reiseziele in ganz Apulien. Ich würde dir deshalb empfehlen, deinen Besuch möglichst außerhalb der Hauptsaison zu planen.

Besonders schön sind der Frühling und der frühe Herbst. Bereits im Mai erwarten dich häufig angenehme Temperaturen um die 20 bis 25 Grad und auch das Meer kann, je nach Wetterlage, schon zum Baden einladen. Noch besser eignet sich meiner Meinung nach aber der September. Ende September ist es in Apulien häufig noch sommerlich warm, das Meer hat angenehme Temperaturen und gleichzeitig sind deutlich weniger Menschen unterwegs als im Juli und August.

Im Hochsommer kann es dagegen teilweise sehr heiß werden. Temperaturen über 30 Grad sind keine Seltenheit und gerade beim Erkunden der kleinen Gassen oder beim Warten auf einen Platz am Strand kann die Hitze schnell anstrengend werden.

Statue von Domenico Modugno in Polignano a Mare, Apulien, Italien.

Was sollte man bei einem Tagesausflug unbedingt sehen?

Das Herzstück des Ortes ist die historische Altstadt. Die schmalen Gassen, kleinen Plätze und weißen Häuser laden geradezu dazu ein, einfach ohne Ziel loszulaufen. Immer wieder öffnen sich zwischen den Häusern kleine Aussichtspunkte, von denen aus du direkt auf das tiefblaue Meer blickst.

Beim Spaziergang durch die Altstadt lohnt es sich außerdem, immer wieder den Blick schweifen zu lassen. An vielen Treppen, Mauern und Hausfassaden findest du kleine Gedichte und Zitate, die den Ort noch ein bisschen besonderer machen.

Infoschild in Polignano a Mare, Apulien, Italien.

Treppe mit Gedichten und Zitaten in der Altstadt von Polignano a Mare, Apulien, Italien. Kleine Gasse in der Altstadt von Polignano a Mare, Apulien, Italien.

Besonders beeindruckend ist die Bucht Lama Monachile. Der kleine Kiesstrand zählt zu den bekanntesten Badebuchten Apuliens. Das Wasser schimmert intensiv blau und ist so klar, dass man bis auf den Grund schauen kann. Schon von oben sieht die Bucht unglaublich schön aus.

Von den zahlreichen Aussichtspunkten rund um die Bucht kann man wunderbar beobachten, wie mutige Klippenspringer von den Felsen ins Wasser springen. Gerade an warmen Tagen gibt es dort immer etwas zu beobachten. Der kleine Strand ist sowohl bei Besucher*innen als auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Für viele gehört ein Sprung ins Meer hier einfach zu einem perfekten Tag in Polignano a Mare dazu. Pack also unbedingt deine Badesachen für deinen Tagesausflug ein.

Klippenspringer in der Lama Monachile Bucht in Polignano a Mare, Apulien Italien.

Falls du etwas mehr Zeit mitbringst, lohnt sich außerdem eine Bootstour entlang der Küste. Rund um Polignano a Mare befinden sich zahlreiche Meereshöhlen und Grotten, die man vom Wasser aus besonders gut entdecken kann. Die steilen Kalksteinfelsen wirken aus dieser Perspektive noch einmal beeindruckender und zeigen, warum die Küste rund um den Ort so einzigartig ist.

Schiff in der Lama Monachile Bucht in Polignano a Mare, Apulien Italien.

Lama Monachile Bucht Strand in Polignano a Mare, Apulien Italien. Lama Monachile Bucht in Polignano a Mare, Apulien Italien.

Lama Monachile Bucht Strand in Polignano a Mare, Apulien Italien.

Kann man in Polignano a Mare gut essen?

Kulinarisch hat Polignano a Mare einiges zu bieten. Von Fine Dining bis hin zu leckeren Spezialitäten auf die Hand wird hier eigentlich jeder fündig. Für einen schnellen Snack unterwegs kann ich dir die Pescaria empfehlen. Dort bekommst du großzügig belegte Sandwiches mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Ein weiterer beliebter Ort ist das Terrazze Monachile. Das Restaurant ist nicht nur wegen seiner Küche bekannt, sondern vor allem wegen seines Ausblicks auf die berühmte Bucht Lama Monachile.

Solltest du auf raffinierte Küche stehen, ist das Jamantè eine gute Wahl. Das Restaurant wurde vom Guide Michelin empfohlen. Falls du deinen Tagesausflug mit einem ganz besonderen Erlebnis ausklingen lassen möchtest, gibt es außerdem das bekannte Ristorante Grotta Palazzese. Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich das Restaurant direkt in einer natürlichen Grotte mit spektakulärem Blick auf das Meer. Allein die außergewöhnliche Location macht das Restaurant zu einem der bekanntesten Orte in Polignano a Mare.

Die Meinungen über das Grotta Palazzese gehen allerdings weit auseinander. Einige Besucher*innen finden, dass allein die Atmosphäre und die einzigartige Lage den Besuch wert sind. Andere wiederum kritisieren, dass die Preise sehr hoch sind und das Essen dem Preis nicht gerecht wird. Solltest du dort essen wollen, ist eine Reservierung notwendig. Wir haben uns bei unserem Tagesausflug dagegen entschieden, fanden die Location von außen schon beeindruckend.

Generell scheint es in Polignano a Mare aber recht schwierig zu sein, bei der Restaurantwahl wirklich danebenzuliegen. Das Örtchen ist voller Lokale mit sehr guten Bewertungen.

Die Klippen von Polignano a Mare, mit Blick auf das Restaurant Grotta Palazzese.

Mein Fazit: Lohnt sich ein Tagesausflug nach Polignano a Mare?

Unbedingt! Polignano a Mare gehört definitiv zu den schönsten Tagesausflügen, die man in Apulien unternehmen kann. Über den spektakulären Klippen der Adria zu stehen, den Blick über das Meer schweifen zu lassen und einfach für einen Moment innezuhalten. Durch die kleinen Gassen der Altstadt zu schlendern, die hübschen weißen Häuser zu entdecken, an jeder Ecke Pflanzen und kleine Details zu finden. All diese kleine Sachen machen dieses italienische Küstenörtchen zu etwas ganz Besonderem.

Polignano a Mare ist für mich ein Ort, an dem man wunderbar entschleunigen kann. Setz dich mit einem Kaffee oder einem Gelato an einen Aussichtspunkt, beobachte das Meer und lass deine Gedanken einfach mal treiben.

Länger unterwegs? Entdecke weitere Dinge, die du in Italien auf gar keinen Fall verpassen solltest.

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