Cascais – Tagesausflug von Lissabon
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Du planst gerade einen Urlaub in Lissabon, freust dich auf eine bunte Stadt voller Leben, mit Musik an jeder Straßenecke, weißt jedoch, dass deine Sehnsucht nach Meer sich früher oder später melden wird? Wenn du einfach nur Sonne tanken und den ganzen Tag im Sand liegen möchtest, solltest du unbedingt die große Brücke überqueren und die wunderschönen Strände von Costa da Caparica auf deine To-Do-Liste setzen. Aber wenn du lieber durch kleine Gassen schlenderst, zwischendurch die Füße ins Wasser hältst und den Abend mit Blick auf den Sonnenuntergang am Strand ausklingen lassen willst, dann solltest du unbedingt einen Tagesausflug nach Cascais einplanen.
Wie kommt man am besten nach Cascais?
Ganz unkompliziert geht es vom Bahnhof Cais do Sodré direkt mit dem Zug nach Cascais. Alle 10 bis 20 Minuten fährt eine Verbindung die Küste entlang. Die Fahrt dauert rund 35 Minuten und kostet nur wenige Euro. Mit der Lisboa Card ist sie sogar kostenlos.
Die Fahrt selbst ist fast schon Teil des Erlebnisses: Auf der einen Seite das Meer mit seinen Stränden, auf der anderen Seite kleine, charmante Badeorte wie Carcavelos, Parede und Estoril. Bereits nach wenigen Minuten im Zug hat man das Gefühl, die Großstadt Lissabon weit hinter sich gelassen zu haben.

Wieviel Zeit sollte man für Cascais einplanen?
Für Cascais solltest du mindestens einen halben Tag einplanen, schöner ist aber ein ganzer Tag. Der kleine Küstenort lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und lädt dazu ein, einfach durch die Gassen zu schlendern, am Hafen entlangzulaufen und die Aussicht auf den Atlantik zu genießen.
Wenn du zusätzlich noch die Strände oder den nahegelegenen Aussichtspunkt Boca do Inferno besuchen möchtest, würde ich einfach nach dem Frühstück entspannt mit dem Zug hinfahren und nach dem Sonnenuntergang wieder zurück nach Lissabon. So kommst du noch vor Mitternacht in Lissabon an und kannst beispielsweise problemlos mit der U-Bahn zurück zu deiner Unterkunft.
Wann ist die beste Reisezeit für Cascais?
Die beste Reisezeit für Cascais sind meiner Meinung nach das Frühjahr und der Herbst. In den Sommermonaten kann es an der Küste Portugals nämlich ziemlich voll werden, was man besonders an den beliebten Stränden rund um Cascais merkt.
Wenn du vor allem daran interessiert bist, durch die engen Gassen zu schlendern, Cafés zu besuchen und die lokale Atmosphäre zu genießen, kannst du Cascais natürlich auch im Hochsommer besuchen. In diesem Fall würde ich dir dennoch empfehlen, deinen Tagesausflug auf einen Wochentag zu legen. Für entspannte Tage am Strand ohne große Menschenmengen würde ich dir jedoch eine Reise außerhalb der Saison empfehlen. Und selbst dann kann es in Cascais zeitweise ziemlich voll werden.
Was sollte man bei einem Tagesausflug in Cascais unbedingt sehen?
Die Altstadt
Ein Spaziergang durch das Herz von Cascais gehört unbedingt dazu. Auf dem zentralen Platz, der Praça 5 de Outubro, schlägt das Herz der Stadt. Hier liegt auch das Rathaus. Nicht weit entfernt findet man kleine Kirchen wie die Igreja de Nossa Senhora da Assunção, die von innen mit wunderschönen Azulejos geschmückt ist. Rund um die schmalen Gassen laden zahlreiche Boutiquen, Eisdielen und traditionelle Läden zum Stöbern ein. Und immer wieder öffnet sich zwischen den Häusern der Blick aufs Meer, ein ständiger Begleiter beim Bummeln.

Marina und Cidadela de Cascais
Die Zitadelle wurde zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erbaut, um die Küste von Cascais und die Tejo-Mündung zu verteidigen und damit die Hauptstadt vor Angriffen zu schützen. Heute ist die Festung ein Kultur- und Hotelkomplex. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über die Marina, wo Segelboote, Motorjachten und kleine Fischerboote Seite an Seite liegen. Der Kontrast zwischen alten Mauern und moderner Eleganz macht den Ort besonders.
Leuchtturm Santa Marta
Nur ein paar Schritte weiter steht der charmante weiß-blaue Farol de Santa Marta. Mit seiner Lage über einer kleinen Bucht ist der Leuchtturm ein echtes Postkartenmotiv. Der renovierte, noch immer funktionierende Leuchtturm beherbergt seit 2007 auch ein Leuchtturmmuseum. Gleich daneben liegt die Casa de Santa Maria, eine prächtige Villa aus dem frühen 20. Jahrhundert, die heute ebenfalls als Museum genutzt wird. Besonders eindrucksvoll sind die traditionellen Fliesenbilder, die das innere des Hauses schmücken.

Boca do Inferno
Die „Höllenschlund“-Klippe ist wohl die bekannteste Naturattraktion von Cascais. Bis dahin ist es ein kleiner Spaziergang von der Stadt aus, doch er lohnt sich. Hier donnert der Atlantik gegen zerklüftete Felsen, und besonders bei starkem Wellengang ist es ein atemberaubendes Schauspiel. Am schönsten wirkt der Ort am späten Nachmittag, wenn das warme Licht über die Felsen fällt. Im Sommer zieht das Naturspektakel viele Besucher an, daher lohnt es sich, etwas früher da zu sein, wenn du den Sonnenuntergang dort erleben möchtest. Bei schlechtem Wetter wird die kleine Treppe hinunter zum Boca do Inferno manchmal gesperrt, da die Wellen dort sehr stark sein können.

Strände
Für Strandliebhaber hat Cascais natürlich einiges zu bieten. Auch wenn die Strände im Hochsommer etwas voller werden können, sind sie dennoch wunderschön. Die Praia da Ribeira liegt direkt im Zentrum und bringt Strandatmosphäre mitten in die Stadt. Die kleine Praia da Rainha ist von Felsen eingerahmt und hat dadurch einen ganz besonderen Charme. Etwas größer und lebhafter ist die Praia da Conceição, die sich perfekt für einen Sprung ins Wasser oder einen entspannten Nachmittag am Meer eignet.

Mein Fazit: Lohnt sich der Tagesausflug nach Cascais?
Cascais ist die ideale Ergänzung zu deinem Städtetrip nach Lissabon. Statt Straßenmusik und Großstadtenergie gibt es hier das Rauschen der Wellen, verwinkelte Gassen und das Gefühl, einmal tief durchatmen zu können. Egal ob am Strand, bei einem Glas Wein oder beim Sonnenuntergang am Boca do Inferno. Hier wird deine Sehnsucht nach Meer definitiv gestillt. Für mich führt bei einem Aufenthalt in Lissabon kein Weg an Cascais vorbei.
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