Hidden Folks
Manchmal stolpert man einfach über kleine Spiele. Auf den ersten Blick wirken sie eher unscheinbar, doch aus Neugier, Langeweile oder einfach nur, um kurz abzuschalten und etwas Neues auszuprobieren, gibt man ihnen eine Chance. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich ganz gerne mal in meiner Epic-Games-Bibliothek stöbere und nach genau solchen Spielen suche. Seit Jahren verschenkt Epic Games immer wieder Videospiele, die ich fleißig meiner Bibliothek hinzufüge. Dadurch entdecke ich dort regelmäßig kleine, unscheinbare Spiele, die irgendwann einmal kostenlos erhältlich waren. Mittlerweile fühlt sich meine Bibliothek fast wie eine kleine Schatzkiste an. Gerade wenn ich mal eine kurze Auszeit brauche, stöbere ich dort besonders gerne. Vor Kurzem ist mir dabei Hidden Folks ins Auge gefallen.
Worum geht’s?
Hidden Folks ist ein Wimmelbild-Spiel der Entwickler Adriaan de Jongh und Sylvain Tegroeg. Das Spiel erschien am 15. Februar 2017 für Windows, macOS, iOS, Android und Nintendo Switch. Das Puzzle Adventure Game besitzt einen einzigartigen schwarz-weiß Zeichenstil und präsentiert den Spierler*innen zahlreiche animierte und interaktive Szenen. Man kann in die Landschaften hineinzoomen, auf verschiedste Elemente klicken und dadurch kleine Veränderungen auslösen. In diesen Szenen sind bestimmte Charaktere, Tiere oder Objekte versteckt, die gefunden werden müssen.

Ein Wimmelbuch zum Leben erweckt
Insgesamt bietet das Spiel 30 handgezeichnete Landschaften voller kleiner Details. Dabei erinnert Hidden Folks stark an ein klassisches Wimmelbuch, mit dem Unterschied, dass hier alles animiert ist und auf Klicks reagiert.
Das Gamedesign ist schlicht aber unglaublich detaillreich. Je weiter man in die große Landschaften hineinzoomt, desto mehr kleine Besonderheiten entdeckt man. Immer wieder war ich überrascht, wie viel Liebe zum Detail in den einzelnen Szenen steckt. Dadurch fühlt sich das Spiel fast wie ein lebendiges Wimmelbuch an.
Teilweise lassen sich die Landschaften sogar verändern: Türen können geöffnet, Storm eingeschaltet oder Brücken heruntergelassen werden um bestimmte Situationen auszulösen. Einige Rätsel sind dadurch gar nicht mal so einfach und verlangen ein wenig Aufmerksamkeit.

Kleiner Begleiter für zwischendurch
Hidden Folks ist kein Spiel, das man stundenlang am Stück spielt. Ich persönlich spiele es am liebsten nebenbei, zum Beispiel während ich YouTube-Videos oder Streams schaue oder einfach bei einer Tasse Kaffee entspannen möchte. Durch sein ruhiges Gamedesign und die kleinen handgemachten Soundeffekte wirkt das Spiel dabei niemals überwältigend oder stressig. Stattdessen bleibt alles angenehm leise und entspannt, was dem Ganzen fast schon eine meditative Atmosphäre verleiht.
Das Spiel wird dabei nie wirklich frustrierend, sondern bleibt einfach angenehm entschleunigend. Eine kleine Session hier, eine kleine Session da, perfekt, um den Kopf freizubekommen. Es fühlt sich an wie ein kleines Rätselbuch, das man immer mal wieder zur Hand nimmt.

Mein Fazit zu Hidden Folks
Hidden Folks ist eines dieser Spiele, die man zunächst gar nicht wirklich auf dem Schirm hat. Bis man merkt: Genau so etwas hat mir eigentlich gefehlt. Ich muss hier nicht stundenlang spielen, um Fortschritte zu machen, sondern kann das Spiel auch einfach mal für fünf Minuten zwischendurch starten. Gerade diese Einfachheit und der charmante Stil haben mich überrascht. Ich war ständig neugierig darauf, welche neue Landschaft als Nächstes auf mich wartet. Besonders viel Spaß gemacht hat es mir, die verschiedenen Maps zu entdecken und nach und nach alle kleinen Rätsel zu lösen. Wenn auch du einen kleinen Soft Spot für Wimmelbilder und entspannte Rätselspiele hast, könnte dir Hidden Folks definitiv gefallen. Wer im nächsten Sale noch ein paar Euro übrig hat, sollte sich dieses charmante kleine Spiel ruhig einmal anschauen.
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