Horrorctober 2026: Meine Horrorfilm-Watchlist für den Oktober
Inhaltsverzeichnis
Ich liebe Horrorfilme! Das ist keine große Überraschung, denn dieses Genre begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Ich bin mit den 90er-Jahre-Slasher-Filmen aufgewachsen, und bis heute gehört Horror zu meinen Lieblingsgenres.
Das heißt allerdings nicht, dass ich besonders mutig bin. Ich schaue mir Horrorfilme nämlich nur sehr ungern alleine an. Mein Freund ist nicht gerade der größte Horrorfilm-Fan. Es ist also nicht immer einfach, ihn davon zu überzeugen, sich einen Horrorfilm mit mir anzuschauen. Neuerscheinungen ziehen daher oft an mir vorbei.
Im Oktober sieht die Sache jedoch anders aus! Dieser Monat ist geradezu wie gemacht für Horrorfilme. Es wird früher dunkel, draußen ist es kalt und düster, und drinnen kann man sich mit einer Decke und Snacks auf dem Sofa verkriechen. Dazu kommt natürlich noch Halloween und die gesamte düstere Ästhethik, die mit dem Fest verbunden ist. Da lässt sich sogar mein Freund zu einem jährlichen Horror-Marathon überreden.
Jedes Jahr schauen wir uns in diesem Monat jede Menge Horrorfilme an: Neuerscheinungen, Filme, die schon viel zu lange auf meiner Watchlist stehen, und natürlich ein paar Titel, die bei keinem Horror-Marathon fehlen dürfen.
In diesem Blogbeitrag tauchen wir in die Welt des Horrors ein. Warum fasziniert uns das Schreckliche schon seit Jahrhunderten? Warum schauen wir uns freiwillig Filme an, die uns Angst machen, und wie hat sich das Genre vom Schauerroman zum modernen Horror entwickelt? Dabei darf meine Horrorctober-Watchlist 2026 natürlich auch nicht fehlen.
Was ist Horrorctober eigentlich?
Beim Horrorctober wird der Oktober zum persönlichen Horrorfilm-Monat. Statt nur gelegentlich einen Horrorfilm einzuschalten, stelle ich mir jedes Jahr eine ganze Watchlist zusammen und widme mich einen ganzen Monat lang möglichst intensiv dem Genre. Eine feste Regel gibt es dabei nicht.
Mir geht es weniger darum, eine bestimmte Anzahl zu erreichen. Ich möchte im Oktober möglichst viele verschiedene Facetten des Genres erleben: Klassiker, Slasher-Filme, Psychohorror, übernatürliche Geschichten, Filme, die schon ewig auf meiner Liste stehen, und solche, von denen ich so gut wie gar nichts weiß.

Warum schauen wir gerne Horrorfilme?
Angst gehört zu den unangenehmen menschlichen Emotionen. Sie signalisiert Gefahr, löst körperliche Reaktionen aus und sorgt dafür, dass wir besonders aufmerksam werden. Wenn wir einen Horrorfilm ansehen, erleben wir einige dieser Reaktionen, obwohl wir gleichzeitig wissen, dass wir in Sicherheit sind. Dabei entsteht ein interessantes emotionales Paradoxon: Wir stellen uns freiwillig einer Erfahrung, die unser Körper normalerweise zu vermeiden versuchen würde.
Wir können uns dabei einer kontrollierten Form der Angst aussetzen. Wir sitzen auf der Couch und können uns jederzeit hinter einem Kissen verstecken, eine Pause einlegen oder den Fernseher ausschalten.
Dabei geht es nicht nur um Angst. Horror kann auch Ekel, Spannung, Neugier, Überraschung oder sogar Erleichterung auslösen. Manche Menschen genießen es, diese starke Emotionen in einer sicheren Umgebung zu erleben. In gewisser Weise ist ein Horrorfilm eine Möglichkeit, bestimmte Gefühlszustände zu simulieren und zu erleben, ohne sich der realen Situation stellen zu müssen.
Wir können uns mit den Figuren identifizieren, ihre Angst teilen und dadurch Empathie entwickeln. Wir können uns unseren eigenen Ängsten stellen oder beobachten, wie andere Menschen mit Extremsituationen umgehen. Horror bietet somit nicht nur Schockmomente, sondern oft auch eine Art emotionales Experimentierfeld.
Wann begann die Faszination für Horror?
Die Faszination für das Unheimliche ist natürlich weit älter als das Kino. Mythen, Legenden und religiöse Erzählungen sind voller Geister, Monster, Dämonen, Untoten und Geschichten über den Tod. Die Grenze zwischen unserer Welt und dem Jenseits ist eines der ältesten Themen in menschlichen Erzählungen.
Als literarische Tradition nimmt der moderne Horror vor allem im 18. Jahrhundert eine Form an, die uns bis heute in der Popkultur vertraut ist. Horace Walpoles The Castle of Otranto aus dem Jahr 1764 gilt als wichtiger Ausgangspunkt der Gothic Novel. Burgen, Geheimnisse, übernatürliche Ereignisse und eine düstere Atmosphäre wurden hier zu einer literarischen Ästhetik vereint, die das Horrorgenre nachhaltig geprägt hat. Im 19. Jahrhundert entstand daraus eine ganze Tradition des Schauerromans. Mary Shelleys Frankenstein, Edgar Allan Poes Kurzgeschichten, Bram Stokers Dracula und zahlreiche andere Werke setzten sich mit Tod, Wahnsinn, Körperlichkeit, Identität, Wissenschaft und dem Übernatürlichen auseinander.
Gleichzeitig veränderte sich auch das Wesen des Horrors. Horror musste nicht mehr ausschließlich von außen kommen. Er konnte im eigenen Kopf entstehen, durch Schuldgefühle, Obsession, Wahnsinn oder die Angst vor dem eigenen Körper. Schnell entwickelte sich das Genre weiter, gewann immer mehr Facetten und wurde zu einem festen Bestandteil der Literatur.

Horror im Kino
Auch in der Welt des Kinos fand das Horrorgenre schnell seinen Platz. Bereits 1896, also nur wenige Monate nach den ersten öffentlichen Filmvorführungen, drehte Georges Méliès Le Manoir du diable, einen etwa drei Minuten langen Kurzfilm, der heute oft als erster Horrorfilm der Filmgeschichte bezeichnet wird. In den 1910er– und 1920er-Jahren brachte der deutsche Expressionismus Filme wie Das Cabinet des Dr. Caligari, Der Golem oder Nosferatu hervor, deren verzerrte Architektur, Schatten und groteske Figuren das Genre bis heute beeinflussen.
Mit dem Übergang zum Tonfilm folgte bis in die 1950er-Jahre in Hollywood die große Ära der Universal-Monster. Dracula, Frankenstein, Der unsichtbare Mann, Die Mumie, Der Schrecken des Amazonas und Der Wolfsmensch sind absolute Klassiker und diese Figuren sind bis heute fest in der Popkultur verankert.
Von da an verzweigte sich das Genre weiter in eine Vielzahl von Richtungen: von den Slasher- und Splatterfilmen der 1960er und 1970er Jahre über Zombiefilme und kosmischen Horror bis hin zu Found-Footage-Filmen, Folk-Horror und vielen anderen Subgenres. Das Horrorgenre entwickelt sich ständig weiter. Die Angst selbst ist geblieben, aber die Dinge, vor denen wir Angst haben, haben sich zusammen mit unserer Gesellschaft verändert.
Warum Horror im Oktober besonders gut funktioniert
Natürlich kann man Horrorfilme das ganze Jahr über anschauen. Dennoch fühlt sich Horror im Oktober für mich irgendwie anders an. Das liegt nicht nur an der Atmosphäre.
Halloween ist längst ein wichtiges popkulturelles Ereignis, und die Filmindustrie weiß natürlich, wie sie diese Aufmerksamkeit für sich nutzen kann. Deshalb rückt das Horrorgenre im Herbst häufig besonders stark in den Fokus. Kinos planen neue Kinostarts zeitlich auf Halloween ab, organisieren Horror-Marathons, Streamingdienste stellen eigene Halloween- und Horror-Kategorien zusammen, und neue Titel werden gezielt für die Zeit vor und um den 31. Oktober vermarktet.
Nach einem besonders starken Horror-Sommer 2026 unter anderem mit Filmen wie Obsession, Backrooms, Evil Dead Burn, Teenage Sex and Death at Camp Miasma und vielen anderen, haben auch der September und der Oktober in Sachen Horror einiges zu bieten. In diesem Jahr können wir uns unter anderem auf Other Mommy, Clayface, Terrifier 4 und Resident Evil freuen.
Meine Horrorfilm-Watchlist für den
Horrorctober 2026
Und damit kommen wir zu meiner eigentlichen Auswahl. Ich habe für diesen Oktober eine möglichst abwechslungsreiche Mischung zusammengestellt: Horrorfilm-Klassiker, neuere Veröffentlichungen, Slasher, psychologischen Horror, übernatürliche Geschichten, Monster, Body Horror und ein paar Filme, bei denen ich selbst noch nicht weiß, was mich erwartet.
Das ist meine Horrorfilm-Watchlist für den Horrorctober 2026:

- Teenage Sex and Death at Camp Miasma (2026)
- Trick ’r Treat (2007)
- Salem’s Lot (2024)
- The Craft (1996)
- Alien (1979)
- Nosferatu (2024)
- The Menu (2022)
- The Watchers (2024)
- Obsession (2025)
- The Conjuring (2013)
- Final Destination (2000)
- X (2022)
- The Substance (2024)
- Insidious (2010)
- Midsommar (2019)
- Paranormal Activity (2007)
- Halloween (1978)
- V/H/S (2012)
- Late Night with the Devil (2023)
- The Witch (2015)
- Our House (2018)
- Backrooms (2026)
- A Nightmare on Elm Street (1984)
- Smile 2 (2024)
- The Ritual (2017)
- Red Rooms (2023)
- Frankenstein (2025)
- Weapons (2025)
- Hereditary (2018)
- Companion (2025)
- Hounds of Love (2016)
Die vollständige Liste mit allen Filmen findet ihr auch auf Letterboxd, falls ihr euch daraus direkt eure eigene Horrorctober-Watchlist zusammenstellen möchtet: Meine Horrorctober-Watchlist 2026 auf Letterboxd.
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