Songs of Glimmerwick: Der Zauber der Musik
Inhaltsverzeichnis
- 1. Worum geht es in Songs of Glimmerwick?
- 2. Studienbeginn an der Etchery School of Magic Melody
- 3. Wie spielt sich Songs of Glimmerwick?
- 4. Studieren ist ein Vollzeitjob
- 5. Ist Song of Glimmerwick ein Cozy Game?
- 6. Aber die Uhr tickt!?
- 7. Noch Luft nach oben
- 8. Mein Fazit: Lohnt sich Songs of Glimmerwick?
Ich habe eine ziemlich offensichtliche Schwäche für Geschichten über Hexen, Magie und Zauberer. Als ich zum ersten Mal von Songs of Glimmerwick hörte, war mein Interesse natürlich sofort geweckt. Eine magische Universität, reichlich Zauberei, Zaubertränke und auch noch ein Release pünktlich zum Herbst? Wie hätte ich da nein sagen können? Ich habe das Game tatsächlich direkt zum Release gekauft, was bei mir inzwischen nur noch sehr selten passiert. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir, ob Songs of Glimmerwick diese Erwartungen erfüllen konnte, was mir beim Spielen besonders gut gefallen hat und was vielleicht noch besser hätte sein können.

Worum geht es in Songs of Glimmerwick?
Songs of Glimmerwick ist ein storybasiertes Rollenspiel mit Life-Sim-und Farming-Sim-Elementen von Eastshade Studios. Das Spiel erschien am 30. September 2026 für Windows auf Steam. Konsolenversionen sind ebenfalls geplant, allerdings wurde noch kein konkretes Veröffentlichungsdatum bekannt gegeben.
Die Prämisse ist eigentlich perfekt für alle, die sich schon einmal gewünscht haben, einfach an einer magischen Universität zu studieren. In Glimmerwick ist Musik nicht nur Musik, sie ist Magie. Zaubersprüche werden in Form von Liedern gelernt und auf Instrumenten gewirkt. Unter anderem kannst du sie nutzen, um Pflanzen wachsen zu lassen, Werkzeuge zu verzaubern oder Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Studienbeginn an der Etchery School of Magic Melody
Du kommst zunächst mit dem Boot an und gehst an der Küste von Bord. Tatsächlich weiß deine Figur nicht einmal, dass sie magische Fähigkeiten besitzt. Und doch scheinst du irgendwie bereits an der Etchery eingeschrieben zu sein. Auch die Geschichte des Örtchen wird kurz angeschnitten. Einst herrschte ein absolutes Musikverbot, eine Zeit, die als die Stille bezeichnet wird. Obwohl diese Zeit vorüber ist, sind ihre Spuren noch immer überall zu finden.
Bevor dein Studium richtig beginnt, steht erst einmal etwas ganz Bestimmtes auf dem Programm: die Beschaffung deiner Schulsachen. Die Leitung der Schule gibt dir eine Liste mit Gegenständen, die du für dein Studium benötigst : Eine Flöte, eine Robe, einen Kessel, ein Zaubergetränke-Starter-Set und ein sogenanntes Fähigkeits-Amulett. Du machst dich also auf den Weg in die Stadt, um deine Sachen zu besorgen. Unterwegs lernst du die Umgebung sowie einige der Stadtbewohner*innen kennen.


Wie spielt sich Songs of Glimmerwick?
Songs of Glimmerwick verbindet Rollenspiel, Life- und Farming-Sim und Erkundung. Dein Alltag richtet sich dabei nach einem Kalender und einem Stundenplan. Mal stehen Kurse auf dem Programm, mal Aktivitäten oder Veranstaltungen. Dazwischen kannst du jedoch selbst entscheiden, was du tun möchtest. Du kannst dich um deinen Garten kümmern, die Umgebung erkunden, Materialien sammeln oder verschiedene Nebenquests der Bewohner*innen annehmen.
Im Mittelpunkt des Spiels steht natürlich die Magie und zwar in Form von Musik. Deine Flöte ist dein wichtigstes Werkzeug. Du lernst neue Zaubersprüche, indem du die entsprechenden Lieder auf deiner Flöte spielst. Tatsächlich ist das manchmal gar nicht mal so einfach, macht aber überraschend viel Spaß. Die erlernten Zaubersprüche kannst du dann in der Welt einsetzen. So kannst du beispielsweise deiner Axt befehlen, Bäume zu fällen, mit deiner Spitzhacke Felsen zu zerschlagen oder mit einer Hacke den Boden für neue Pflanzen aufzulockern.
Das Wirken von Zaubersprüchen verbraucht natürlich Mana. Wenn deine Mana-Leiste leer ist, kannst du keine Zaubersprüche mehr wirken. Um die Leiste wieder aufzufüllen, kannst du schlafen, essen oder bestimmte Tränke nutzen.

Studieren ist ein Vollzeitjob
Neben dem normalen Uni-Alltag gibt es in Songs of Glimmerwick überraschend viel zu erleben. Zum Beispiel lernst du durch Lieder neue Flötenzauber. Dazu gibt es kleine Rhythmus-Minispiele, die ein wenig an Guitar Hero erinnern. Dabei musst du mit der Tastatur die richtigen Töne zum richtigen Zeitpunkt treffen. Je besser du spielst, desto höher ist deine Punktzahl. Vor allem bei schwierigeren Liedern braucht es ein paar Anläufe, aber genau das hat mir besonders viel Spaß gemacht.
Darüber hinaus kannst du Zaubertränke brauen. Auch das wird über ein Minispiel abgewickelt. Du erhältst bestimmte Zutaten für einen bestimmten Trank und musst diese so geschickt wie möglich auf mehrere Kessel verteilen und das Rezept befolgen, um innerhalb der vorgegebenen Zeit so viele Zaubertränke wie möglich zu brauen. Dabei musst du ein wenig vorausplanen, da die Kessel nach dem Brauen eine Weile belegt sind. Du kannst außerdem angeln, kochen und backen, verschiedene Materialien sammeln und deinen Garten pflegen. Später kommen noch weitere Aktivitäten hinzu, die ich hier aber nicht vorwegnehmen möchte.
Über diese klassischen Aktivitäten hinaus gibt es immer wieder Dinge, die deinen Alltag aufpeppen. Du kannst Märkte besuchen, saisonale Feste feiern, abends in die Taverne gehen, um Live-Musik zu hören, oder dich mit deinen Freunden zu einem gemütlichen Rollenspielabend treffen. Genau diese Mischung macht Songs of Glimmerwick für mich so einzigartig.


Ist Song of Glimmerwick ein Cozy Game?
Ja, auf jeden Fall! Aber ein bisschen anders als bei vielen anderen Cozy Games. Denn obwohl es in Songs of Glimmerwick ziemlich viel zu tun gibt, gelingt es dem Spiel auf erstaunlich gute Weise, diesen anfänglichen Drang, alles zu optimieren und abzuschließen, zu entschleunigen. Ohne Druck auszuüben, sondern auf eine sehr sanfte Art und Weise. Es vermittelt einem ständig das Gefühl: Nimm dir Zeit, du hast alle Zeit der Welt. Du kannst Glimmerwick auf die unterschiedlichsten Arten erkunden. Der Kalender bietet einen gewissen Rahmen, ohne dich jedoch einzuschränken.
Hinzu kommt die wunderschöne Musik. Der Soundtrack ist angenehm ruhig, verträumt und teilweise schon fast meditativ. Ich hatte tatsächlich mehrfach noch Stunden nach dem Spielen einzelne Melodien im Kopf. Die Figuren sind charmant und die Dialoge sind einladend und herzerwärmend. Bestimmte Ereignisse, wie Live-Musikabende in der Taverne oder Rollenspielabende mit Schulfreunden, helfen dir ebenfalls dabei, ab und zu zur Ruhe zu kommen. Man sitzt einfach da, lauscht dem Spiel, lernt die Welt ein bisschen besser kennen und lässt alles auf sich wirken. Aufwendiges Grinden lohnt sich hier auch nicht wirklich. Irgendwann hatte ich einfach nicht mehr das Bedürfnis, alles zu sammeln. Stattdessen bin ich einfach durch Glimmerwick gewandert und habe das getan, worauf ich gerade Lust hatte.


Aber die Uhr tickt!?
Eine Uhr und ein Stundenplan mit festen Terminen klingen zugegebenermaßen auf den ersten Blick nicht gerade entschleunigend. Auch ich hatte zu Beginn meine Zweifel und hatte Angst, dass die Stundenanzeige in Songs of Glimmerwick Stress verursachen würde. Letztendlich erwies sich die Uhr jedoch eher als kleines atmosphärisches Gimmick. Am Abend wird es dunkel, die Straßenlaternen gehen an, und plötzlich fängt eine Band in der Taverne an zu spielen. Das verleiht deinem Tag einen schönen Rhythmus.
Dennoch gibt es im Spiel keinen Stress und keinen Zeitdruck. Wenn zum Beispiel eine Unterrichtsstunde ansteht, wird die Zeit einfach angehalten, um dich darauf hinzuweisen, dass es Zeit für deinen nächsten Termin ist. Du gehst also hin, wenn du bereit bist. Bis dahin bleibt die Uhrzeit einfach stehen. Und selbst am Ende des Tages tickt die Uhr nicht einfach gnadenlos weiter. Irgendwann bleibt sie stehen, und du entscheidest selbst, wann du schlafen gehen und den Tag beenden möchtest. Bis dahin kannst du die Welt erkunden und tun, was immer du willst, so lange du willst.

Noch Luft nach oben
Ganz ohne Kritik kommt das Spiel natürlich nicht davon, denn kein Spiel ist perfekt. Am Anfang verbringt man ziemlich viel Zeit damit, von A nach B zu laufen. Allerdings lassen sich mit der Zeit ein paar Sachen freischalten, die dieses Problem ein wenig lösen. Doch bis dahin fühlen sich die Laufwege schon sehr lang an.
Anfangs fand ich ebenfalls einige Bedienelemente unnötig unintuitiv. Wenn ich beispielsweise ein Werkzeug auswählen möchte, muss ich es mit der rechten Maustaste anklicken. Mit der linken Maustaste nehme ich es dagegen aus dem Inventar auf, um es beispielsweise in der Welt abzulegen. Daran habe ich mich allerdings auch recht schnell gewöhnt. Das Inventar könnte allerdings generell noch etwas Feinschliff vertragen. Hier wäre zum Beispiel eine Filterfunktion sehr sinnvoll. Nach einigen Spielstunden wird das Inventar ganz schön unübersichtlich.

Was mich außerdem gelegentlich verwirrt hat, ist, dass das Spiel viele Dinge einfach nicht erklärt. Man wird mit ziemlich viel Freiheit in die Welt geworfen und soll selbst herausfinden, wohin man als Nächstes gehen muss oder was bestimmte Fortschritte auslöst. Das kann zwar schön sein, aber manchmal wusste ich einfach nicht, ob ich etwas übersehen hatte oder ob ich einfach noch nicht weit genug gekommen war. Das fällt besonders bei manchen Quests auf. Manchmal nimmt man eine Quest an, erledigt den ersten Teil und kommt dann nicht mehr weiter. Ich habe dann ewig gesucht, nur um schließlich festzustellen, dass ich einfach auf die nächste Jahreszeit warten musste. Ein paar zusätzliche Hinweise hätten mir an bestimmten Stellen definitiv einige frustrierende Minuten erspart.
Auf lange Sicht hat mich das aber gar nicht so sehr gestört wie anfangs gedacht. Wahrscheinlich, weil es eben ganz gut zum Thema passt. Immerhin bin ich eine Studienanfängerin an einer magischen Universität, und alles ist völlig neu für mich. Mir werden Zaubersprüche beigebracht, die ich natürlich erst einmal ausprobieren muss, um zu sehen, was ich damit alles anstellen kann. Und dieser Prozess des Experimentierens und die damit verbundene Freiheit waren letztendlich auch ziemlich entspannend.

Mein Fazit: Lohnt sich Songs of Glimmerwick?
Du kannst es dir vermutlich schon denken: Ja! Songs of Glimmerwick hat mich mit seiner bezaubernden Welt, der spannenden Handlung und der cozy Atmosphäre ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Besonders gut gefällt mir, dass das Spiel ein Problem löst, das mich bei den meisten Farming-Sims schnell nervt: immer wieder dieselben sich wiederholenden Aufgaben. Man kann seine Werkzeuge mit den gelernten Liedern verzaubern, und diese können dann mehrere Bäume fällen, Steine zerschlagen oder andere Aufgaben erledigen, ohne dass man daneben stehen und zusehen muss. Man schickt also seine verzauberte Axt an die Arbeit und kann in der Zwischenzeit etwas ganz anderes tun. Für mich ist das eine wirklich clevere Lösung, die das Spiel für mich deutlich unterhaltsamer macht.
Zunächst wirkte Songs of Glimmerwick auf mich etwas klein, aber nach und nach kommen neue Zaubersprüche, Orte und Möglichkeiten hinzu. Man versteht schnell, dass es auch viele Geheimnisse zu entdecken gibt. Meiner Meinung nach macht das Spiel überraschend vieles richtig und ist genau die Art von entspanntem Spiel, in dem man sich leicht für ein paar Stunden verlieren kann. Es gibt viel zu tun, aber auf eine sehr entspannte Art und Weise.
Bis zum 14. Oktober 2026 ist Songs of Glimmerwick auf Steam mit einem Einführungsrabatt für 22,94 € erhältlich. Danach kostet das Spiel 25,49 €. Wer schnell zuschlägt, spart also sogar noch was.
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