Der Kartograph ist ein tolles Flip & Write für die ganze Familie
Brettspiele

Der Kartograph

Die nördlichen Reiche sollen endlich urbar gemacht und dem Königreich Nalos angeschlossen werden. Im Auftrag ihrer Majestät Königin Gimnax sollst du das Land kartieren. In Dekreten gibt die Königin vor, welche Ländereien sie besonders schätzt. Diese zu finden, wird deinen Ruhm beträchtlich steigern.

Doch du bist nicht allein. Auch die Dragul erheben Anspruch auf das Land. Ziehe deine Grenzen klug und beanspruche den größten und ruhmreichsten Teil des Landes.

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Die Eckdaten

Der Kartograph stammt vom Autor Jordy Adan und erschien 2019 bei Pegasus Spiele. Das Spiel ist ein Flip & Write Spiel aus dem Roll Player-Universum. Es ähnelt einem traditionellen Roll & Write, außer, dass in diesem Fall eben Karten gezogen werden, statt zu würfeln. Der Kartograph eignet sich sowohl als Solo-Spiel als auch für Spieleabende mit vielen Mitspieler*innen. Theoretisch ist die Anzahl möglicher Spieler*innen unendlich. Ob und wie so eine Runde tatsächlich funktioniert, sei dahingestellt. Die Spieldauer beträgt zwischen 30 und 45 Minuten. In der Dose befinden sich ein Block mit 100 Landkarten, 41 Karten, 4 Stifte, eine Anleitung, die Mini-Erweiterung “Fertigkeiten” (9 Karten) sowie eine Bonuskarte für das Spiel Roll Player. Das Spiel kostet bei Pegasus Spiele regulär 19,99€, kann aber ab und zu bei anderen bekannten Online-Shops günstiger erworben werden.

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Spielablauf

Vor Spielbeginn werden vier Dekrete gezogen. Jedes Dekret, oder Ziel, wird von einem der Buchstaben A, B, C oder D markiert. Eine Partie wird über vier Jahreszeiten gespielt. Die Partie beginnt im Frühling und endet im Winter. Jede dieser Jahreszeiten besteht aus mehreren Runden. In jeder Runde wird eine Erkundungskarte aufgedeckt und die darauf abgebildete Form und Geländeart muss von jeder/ jedem Spieler*in auf seiner Karte eingezeichnet werden.

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Doch im Kartenstapel befinden sich nicht nur Erkundungskarten, sondern auch besondere Karten, wie beispielsweise Ruinen, Splitterland oder Monster. Beim Splitterland darf die/ der Spieler*in eine Form der Größe 1×1 auf seiner Karte einzeichnen. Diese kann sie/er mit einer beliebigen Geländeart ihrer/seiner Wahl ausfüllen. Die Ruine beeinflusst, an welcher Stelle die nächste Form eingezeichnet werden soll. Bei den Hinterhalt-Karten muss jede/jeder Spieler*in ihre/seine Landkarte an die Person links von ihr/ihm weitergeben. Diese Person muss dann die entsprechende Form auf der Landkarte einzeichnen und sie mit Monster füllen.

Die Zahl oben links auf den Jahreszeitenkarten verrät wie lange die jeweilige Jahreszeit dauert. Die Spieler*innen müssen dann die auf den Erkundungskarten angezeigten Zeiteinheiten zusammenrechnen. Sobald diese Summe die Dauer der Jahreszeit übersteigt, ist die Jahreszeit um.

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Am Ende jeder Jahreszeit findet dann die Wertungphase statt, indem Ruhmpunkte verteilt werden. Die Ruhmpunkte erhält man für die verschiedenen erfüllten Ziele. In jeder Jahreszeit werden zwei der vier ausgelegten Dekrete gewertet. Im Frühling werden zum Beispiel die Dekrete A und B gewertet, im Sommer die Dekrete B und C, usw. Zum Beispiel bringt eines der Dekrete einen Ruhmpunkt für jedes Feld der Geländeart Wald, das sich am Rand der Landkarte befindet. Auch für jede angekreuzte Münze erhält man einen Ruhmpunkt. Jedes leere Feld, das bei der Auswertung an ein oder mehrere Monsterfelder angrenzt, bringt einen Minuspunkt. Ziel des Spiels ist es, über diese vier Wertungsrunden verteilt die meisten Ruhmpunkte zu erhalten.

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Meine Meinung zu Der Kartograph

Getestet habe ich das Spiel sowohl als Solo-Spiel als auch zusammen mit bis zu 6 Spieler*innen. Alle Varianten fand ich spaßig, auch wenn ich meist lieber mit anderen Spieler*innen spiele. Den Wiederspielwert empfinde ich hier überraschend hoch. Jede Partie ist anders, da immer wieder andere Ziele gesetzt und andere Karten gezogen werden. Man muss dabei immer wieder umdenken und seine Strategie leicht anpassen. Es wird also nie langweilig!

Das Spiel gewinnt besonders dadurch an Komplexität, dass vier Ziele zu verschiedenen Zeitpunkten vorgegeben werden. Man muss also durchaus strategisch vorgehen und immer wieder entscheiden, auf welche Ziele man hinarbeiten möchte. Auch die Monsterkarten bringen zusätzliche Spannung ins Spiel. Wenn sie im Spiel auftauchen, kann man seinen Mitspieler*innen ziemlich übel zusetzen und sie um einige Punkte bringen. Trotzdem ist das Spiel recht schnell erklärt und sehr einfach zu verstehen.

Vielleicht hast du es auf diesem Blog hier und da schon gelesen… Ich liebe Spiele, die man problemlos in die Reisetasche stecken und überall mitnehmen kann. Auch Der Kartograph begleitet mich recht häufig, wenn ich in die Heimat fahre oder im Urlaub bin. Auch bei den Familienmitgliedern, die nichts mit Brettspielen und Co. am Hut haben, kommt dieses Spiel immer wieder gut an.

Für dieses Spiel würde ich mir lediglich eine größere Auswahl an Dekreten, Monster- und Erkundungskarten. Inzwischen kenne ich die Karten alle auswendig und dementsprechend gibt es wenig Überraschungen. Bei dem Preis wäre das aber wirklich meckern auf höchstem Niveau.

Kennst du Der Kartograph? Wie gefällt dir das Spiel?

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